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Landpartie

Zwischen den Bäumen
rauschts direkt
vor dem Fenster

Nachts wirds viel
stiller als sonst
keine Geister im Kloster

Die Zeit tickt in
die andere Richtung
zieht Schlieren nach sich

Zieh den Hut,
habe die Ehre,
küß die Hand.
2.4.07 14:11


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über Bord

Das Elfchen vom Fluß ist auf dem Lande an einem Bach gelandet. Damit es mal ein klein wenig stiller ist um sie herum. Sie hat Papierboote gefaltet und sie allesamt, eins nach dem anderen, auf dem Wasser ausgesetzt und sie sind davongetrieben. Auf jedem Bug ein Name und Elfenfußtapsen ein Mal an der Reling entlang, ein Ruf ins offene Meer.
Der Inspektor sollte sie mit seinem Fernglas sehen können, er muß immerzu auf das Meer blicken, obwohl er nicht sagen kann, nach was er dort eigentlich Ausschau hält, ein Feuer läßt sich auf dem Salzwasser wohl kaum bewerkstelligen.
In der Küche haben die drei Herren längst damit aufgehört, ihre Poesie auf Band zu sprechen, sie sind heiser darüber geworden und haben Tränen in den Augen, das Herdfeuer raucht noch und bläst die Überreste durchs Zimmer, jeder von ihnen hat die Elfenfußtapsen auf dem Hemd, sie ist überall einmal quer rübergelaufen mit ihren Elfenschuhen und jetzt sind die Spuren blaßgrün angelaufen, das wird keine Frau Mama der Welt jemals wieder herauswaschen können. Danach hat das Elfchen vom Fluß allen die Augen geschlossen, eine Wimper von jedem schickt sie auf einem der Papierboote den Namen hinterher ...
5.4.07 11:00


Pausengesang

Der ganze Tag ist eine einzige Mittagspause, so wie der vorangegangene eine gewesen ist und auch morgen der Tag eine sein wird.
So gut wie jetzt wird die Luft nie wieder, und die Vögel nie wieder so laut.
Das Problem ist, wenn sich der normale Tag schon wie eine Pause anfühlt, was macht man dann, wenn man wirklich eine Pause machen will?
Bisher setze ich mich dann aufs Fahrrad, zwanzig Minuten Wiesen-und-Bach-Idylle, und dann kommt das Meer. Weißer Strand. Kaum ein Mensch. Ich lege mich dann flach in den Sand und mache die Augen zu, „Pause, Pause, Pause“ denke ich, und das Rauschen vom Wasser ersetzt das Vogelgezwitscher.
Eine groteske Aneinanderreihung von Wochenendstimmungen, Tag für Tag und immer so weiter, es gibt da nichts zu unterscheiden, keine Fixpunkte.
Der Rest der Welt ist schon gar nicht mehr da.
15.4.07 12:59





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