Startseite
    allerhand
    Weltempfaenger
    marens dictionary
    Moebius
    anjuscha
    Agenten
    lebenswert
    Momentaufnahme
    fusz vor fusz
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Freunde
    timolin
    - mehr Freunde




  Links
   5freunde
   Herr Berger



Webnews



http://myblog.de/anjuscha

Gratis bloggen bei
myblog.de





Momentaufnahme

Pausengesang

Der ganze Tag ist eine einzige Mittagspause, so wie der vorangegangene eine gewesen ist und auch morgen der Tag eine sein wird.
So gut wie jetzt wird die Luft nie wieder, und die Vögel nie wieder so laut.
Das Problem ist, wenn sich der normale Tag schon wie eine Pause anfühlt, was macht man dann, wenn man wirklich eine Pause machen will?
Bisher setze ich mich dann aufs Fahrrad, zwanzig Minuten Wiesen-und-Bach-Idylle, und dann kommt das Meer. Weißer Strand. Kaum ein Mensch. Ich lege mich dann flach in den Sand und mache die Augen zu, „Pause, Pause, Pause“ denke ich, und das Rauschen vom Wasser ersetzt das Vogelgezwitscher.
Eine groteske Aneinanderreihung von Wochenendstimmungen, Tag für Tag und immer so weiter, es gibt da nichts zu unterscheiden, keine Fixpunkte.
Der Rest der Welt ist schon gar nicht mehr da.
anNe am 15.4.07 12:59


Werbung


über Bord

Das Elfchen vom Fluß ist auf dem Lande an einem Bach gelandet. Damit es mal ein klein wenig stiller ist um sie herum. Sie hat Papierboote gefaltet und sie allesamt, eins nach dem anderen, auf dem Wasser ausgesetzt und sie sind davongetrieben. Auf jedem Bug ein Name und Elfenfußtapsen ein Mal an der Reling entlang, ein Ruf ins offene Meer.
Der Inspektor sollte sie mit seinem Fernglas sehen können, er muß immerzu auf das Meer blicken, obwohl er nicht sagen kann, nach was er dort eigentlich Ausschau hält, ein Feuer läßt sich auf dem Salzwasser wohl kaum bewerkstelligen.
In der Küche haben die drei Herren längst damit aufgehört, ihre Poesie auf Band zu sprechen, sie sind heiser darüber geworden und haben Tränen in den Augen, das Herdfeuer raucht noch und bläst die Überreste durchs Zimmer, jeder von ihnen hat die Elfenfußtapsen auf dem Hemd, sie ist überall einmal quer rübergelaufen mit ihren Elfenschuhen und jetzt sind die Spuren blaßgrün angelaufen, das wird keine Frau Mama der Welt jemals wieder herauswaschen können. Danach hat das Elfchen vom Fluß allen die Augen geschlossen, eine Wimper von jedem schickt sie auf einem der Papierboote den Namen hinterher ...
Flußelfe am 5.4.07 11:00


drei Herren ...

Drei Herren: der eine küßt mich auf den Mund, der zweite auf die Wange, der dritte nur die Luft neben den Wangen, dafür aber auf beiden Seiten, rechts und links. Keiner spricht einen vollständigen Satz, sie wechseln sich ab, ergänzen sich gegenseitig, und am Ende immer: ein Punkt, manchmal ein Ausrufezeichen – ich denke die Sätze in meinem Kopf trotzdem weiter, ich bilde Gegen-Sätze, auf die niemand mehr reagiert. Die Augen verlieren eine Dimension und werden zu Strichen, die Punkt-Augen und Mondgesichter heben sie sich auf, für die Sekunde, wenn sie dann allein in ihren Wohnungen stehen, während meine Augen immer noch dreidimensional sind, Kugeln, in denen nichts spiegelt außer dieser Küche, kopfüber schon, dann klappen auch sie zu, es macht ‚pling’ – wie bei falschen Fuffzigern.
anjuscha am 14.3.07 01:52


Zwischenzeit

Eine Packungsbeilage für den Tag wäre zu wünschen, eine Auflistung der Risiken und Nebenwirkungen.
Inhaltsstoffe: Grauer Dunst, letzte Arbeitstage, ein ernsthaftes Gespräch und für den Abend: ein freundliches Gesicht als Gegenüber, damit der Tag wenigstens gut aufhört, egal, was dazwischen passiert.
anjuscha am 8.3.07 11:29


Symmetrie

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten, eine Gerade, heute laufe ich ohne Mühe parallel zu ihr, obwohl selbst nur drei Fuß hoch, kann ich den Horizont als exakte Orthogonale genau erkennen.

Daß mir da nur nichts mehr dazwischenkommt. 

Graf Zahl am 1.3.07 19:41


wie alles irgendwo anfangen muss

Vielleicht, weil Kopenhagen vor dem Fenster mich an etwas erinnert.

Vielleicht, weil mir der Schlaf noch so sehr in den Augen sitzt.

Vielleicht, weil eben alles irgendwo anfangen muss und ich und heute und hier zusammengehoeren.

Vielleicht ist es Zeit.

Da bin ich also, im BlogFormat, was immer das bedeuten oder wo es hinfuehren mag.

anjuscha am 26.2.07 10:25





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung